Wenn in Frankfurt vom Techno die Rede ist, fällt früher oder später sein Name. Alex Azary hat die elektronische Musik in dieser Stadt nicht nur erlebt, er hat sie mitgebaut, von den Plattentellern der frühen Neunziger bis ins eigene Museum an der Hauptwache.1
Was viele nicht wissen: Azary ist ein echtes Frankfurter Gewächs.
Geboren und aufgewachsen in Frankfurt am Main, prägte er von hier aus eine Clubkultur, die bald weit über die Stadtgrenzen hinaus Strahlkraft bekam.1
Wir haben nachgeschaut, was aus einem der wichtigsten Pioniere der deutschen Clubkultur geworden ist.
Vom Frankfurter Club-Underground zum Szene-Pionier
Alex Azary wurde in Frankfurt am Main geboren und gehört zu den prägenden Figuren der hiesigen Musik- und Clubszene. Schon in den frühen Neunzigern war er mittendrin, als die Stadt zu einem der wichtigsten Zentren der elektronischen Musik in Deutschland wurde.1
Seine Spuren ziehen sich quer durch die legendären Adressen des Frankfurter Nachtlebens. Von 1991 bis 1994 betrieb er gemeinsam mit Mark Spoon den Technoclub XS.1
Noch wichtiger für seinen Ruf war das Engagement rund um den Technoclub im Dorian Gray. Diese Veranstaltungsreihe gilt als eine der international einflussreichsten der frühen deutschen Techno-Szene, und sie ging maßgeblich von Frankfurt aus.1
Azary blieb nicht beim Auflegen stehen. Er gründete das auf elektronische Musik spezialisierte Label Elektrolux und war mit dem Ambient-Projekt Aural Float, zusammen mit Pascal FEOS und Gabriel Le Mar, auch selbst als Produzent aktiv.1
Wer in dieser Zeit Frankfurter Techno-Geschichte schrieb, kam an ihm kaum vorbei. Vom DJ-Pult über das Plattenlabel bis hin zur musikalischen Beratung für das TV-Format Space Night reichte sein Wirken.1
Aus dem Club-Macher der Neunziger wurde mit den Jahren ein Bewahrer dieser Kultur. Genau diese Rolle füllt er heute mit seinem Museum aus.
Was Alex Azary heute macht (Stand 2026)
Müßig geworden ist Alex Azary nicht. Sein größtes Projekt der vergangenen Jahre steht mitten in der Frankfurter Innenstadt: das Museum of Modern Electronic Music, kurz MOMEM.2
Das Haus eröffnete im April 2022 auf der Zwischenebene an der Hauptwache. Azary ist Gründer und Leiter und führt zugleich den Vorstand des Trägervereins Friends of MOMEM.2
Ein klassisches Museum wollte er bewusst nicht. Azary versteht das MOMEM eher als kulturellen Treffpunkt und Club mit Workshops, Diskussionsabenden und Filmreihen, der aktuelle Entwicklungen der elektronischen Musik aufgreift.2
2025 und Anfang 2026 stand eine Ausstellung im Mittelpunkt, die vielen Frankfurtern ans Herz ging: OMEN Club Frankfurt 1988 bis 1998 (New Electronic Ecstasy), die bis zum 29. März 2026 lief.3
Über 100 historische Fotos, originale Club-Flyer, Wandmalereien aus den Neunzigern und sogar eine VR-Reise zurück in den legendären Club: Azary und sein Team wollten, wie er sagte, die ursprüngliche Atmosphäre zurückholen.3
Bemerkenswert war für ihn vor allem die Resonanz. Deutlich mehr Menschen als erwartet hätten mit Spenden und Objekten aus privaten Sammlungen beigetragen, erzählte Azary über die rund sechsmonatige Kuratierungsarbeit.3
Lebensmittelpunkt ist und bleibt für ihn Frankfurt. Von hier aus betreibt er das Museum und hält die Geschichte der Stadt als Techno-Hochburg lebendig.1
Der Frankfurter-Innenstadt-Bezug
Kaum eine Biografie ist so eng mit der Frankfurter Innenstadt verwoben wie die von Alex Azary. Schon die Clubs, die seinen Namen bekannt machten, lagen zentral in der Stadt.1
Heute setzt sich diese Verbindung an einem der prominentesten Orte fort. Das MOMEM liegt an der Hauptwache, also dort, wo sich U-Bahn und S-Bahn kreuzen und täglich tausende Menschen durchströmen.2
Wer durch die Innenstadt läuft, bewegt sich also über das Pflaster einer Szene, die Azary mitgeprägt hat. Vom Dorian Gray bis zum Museum an der Hauptwache spielt seine Geschichte mitten im Zentrum.1
Wie sehr sich dieses Zentrum in den letzten Jahrzehnten gewandelt hat, kannst du in unserem Überblick zur Geschichte der Frankfurter Innenstadt nachlesen. Und wenn du wissen willst, welche Orte rund um die Hauptwache heute einen Besuch wert sind, hilft unsere Liste der Sehenswürdigkeiten in der Frankfurter Innenstadt weiter.
Ausblick
Langweilig dürfte es Alex Azary so schnell nicht werden. Mit dem MOMEM hat er sich eine dauerhafte Aufgabe geschaffen, die weit über eine einzelne Ausstellung hinausreicht.2
Das Konzept ist auf Wandel angelegt. Wechselnde Ausstellungen, Veranstaltungen und Diskussionsformate sollen das Haus lebendig halten und die elektronische Musik immer wieder neu erzählen.2
Für die Frankfurter Innenstadt bedeutet das einen festen kulturellen Ankerpunkt mitten im Zentrum. Solange Azary das Museum führt, bleibt die Geschichte des Frankfurter Sounds an der Hauptwache präsent.
Übrigens ist er nicht das einzige musikalische Aushängeschild der Stadt. Auch die im Gallus aufgewachsene Rapperin Og Lu trägt den Frankfurter Sound heute weiter in die Welt hinaus.
Häufige Fragen zu Alex Azary
Wie alt ist Alex Azary und wann wurde er geboren?
Zu Alex Azarys genauem Geburtsdatum gibt es keine gesicherten öffentlichen Angaben. Belegt ist, dass er in Frankfurt am Main geboren und aufgewachsen ist und seit den frühen Neunzigern in der Szene aktiv ist.1
Wo wohnt Alex Azary heute?
Sein Lebens- und Arbeitsmittelpunkt ist Frankfurt am Main. Von hier aus leitet er das Museum of Modern Electronic Music an der Hauptwache.2
Was macht Alex Azary heute beruflich?
Er ist Gründer und Leiter des Museum of Modern Electronic Music (MOMEM) in der Frankfurter Innenstadt und führt den Vorstand des Trägervereins Friends of MOMEM. Zuletzt verantwortete er die Ausstellung über den legendären Club OMEN.2
Welche Frankfurter Clubs hat Alex Azary geprägt?
Er war unter anderem am Technoclub XS (1991 bis 1994, gemeinsam mit Mark Spoon) und am einflussreichen Technoclub im Dorian Gray beteiligt und gründete das Label Elektrolux.1
Wie hoch ist das Vermögen von Alex Azary?
Zu Alex Azarys Vermögen gibt es keine offiziellen oder seriös belegbaren Angaben.